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Hintergrundinformationen

Hier finden Sie Hintergrundinformationen zum Versuch sowie Interessantes und Wissenswertes zum Thema Feuer.

Interpretation der Versuchsergebnisse

Feuer braucht "Nahrung"

Offensichtlich geht der Flamme unter dem kleinen Glas die "Nahrung" aus, denn sie erlischt. Unter dem größeren Glas passiert dies wenige Sekunden später, hier ist offensichtlich mehr von der "Nahrung" erhalten. Hebt man das Glas kurz vor dem Erlöschen der Kerze noch einmal an, dann entflammt sie erneut, denn das Feuer bekommt "neue Luft" und erholt sich wieder.

Umwandlung in Kohlendioxid

Damit eine Kerze brennen kann, braucht sie also Luft. Wenn diese nicht weiter zugeführt wird, dann erlischt die Kerze. Die Luft wird verbraucht beziehungsweise durch die Verbrennung in Kohlenstoffdioxid (CO2) umgewandelt.

Woraus besteht "Luft"?

Feuer braucht Sauerstoff, um brennen zu können. Sauerstoff ist mit circa 21 Prozent im Luftgemisch enthalten.

Voraussetzungen, damit eine Kerze brennen kann

Damit eine Kerze brennen kann, benötigt sie einen Docht, Wachs, Sauerstoff und schließlich die Entzündung durch eine Flamme. Der brennende Docht verflüssigt erst einmal das Wachs der Kerze. Durch den Baumwolldocht wird nun das flüssige Wachs aufgesogen. Gelangt dieses nun in die Kerzenflamme, so wird es zu Wachsdampf, der mit dem Luftsauerstoff zu Kohlenstoffdioxid umgewandelt wird. Dieser Verbrennungsprozess setzt Energie in Form von Wärme und Licht frei. In der Fachsprache bezeichnet man eine Verbrennung (hier des gasförmigen Wachsdampfes) als Redoxreaktion.

Schon gewusst?

Ökologischer Nutzen von Waldbränden

Jeden Sommer erreichen uns Nachrichten von unkontrollierbaren Waldbränden, beispielsweise in Griechenland oder Kalifornien, mit meist katastrophalen Folgen für die dort ansässige Bevölkerung. Nicht selten sind die Waldbrände durch Menschenhand verursacht. Sowohl das Mittelmeergebiet als auch Kalifornien bieten klimatische Bedingungen für so genannte Immergrüne Hartlaubwälder. Diese Landschaften sind geprägt durch relativ feuchte Winter und trockene Sommer. Flora und Fauna sind an die ökologischen Gegebenheiten angepasst und Brände, beispielsweise durch Blitzeinschlag verursacht, treten in solchen Landschaften häufig auf. Das Feuer bewirkt unter anderem eine schnelle Freisetzung von Mineralien aus den verbrannten Pflanzenteilen und düngt somit den Boden. Darüber hinaus wird die Zahl der pflanzenfressenden Nagetiere dezimiert, was die Erneuerung der Vegetation unterstützt. Einige Pflanzen sind sogar auf Waldbrände angewiesen: Ihre Samen keinem erst aus, nachdem sie einer bestimmten Temperatur ausgesetzt waren. Andere Samen, wie beispielsweise die der Ponderosa-Kiefer, sind unter einer dicken Harzschicht verborgen und werden erst durch deren Abschmelzen freigegeben.

Warum wird jemand "gefeuert"?

Wenn zum Beispiel ein Fußballtrainer entlassen wird, titeln Zeitungen meist mit "XY gefeuert!". Aber woher kommt diese Redensart? Pate steht hier eine nicht gerade zivilisierte Form der Problemlösung, die bei unseren Vorfahren anscheinend recht beliebt war: Wollte man jemanden loswerden, dann wurde nicht lange "gefackelt"; man hat einfach das Haus der unliebigen Person in Brand gesteckt.

Seit wann gibt es die Feuerwehr?

Nicht nur Grisu der kleine Drache möchte später unbedingt Feuerwehrmann werden. Immer noch ist dieser Beruf einer der meistgenannten, wenn man Kinder fragt, was sie einmal werden möchten. Ob das im alten Ägypten auch schon so war? Feuerwehrleute gab es nämlich schon im Reich der Pharaonen. Verbürgt ist die Gründung einer "richtigen" Feuerwehr jedoch erst im Jahr 21 vor Christus im Römischen Reich: Nachdem Teile der Stadt immer wieder von Bränden heimgesucht worden waren, gründete Kaiser Augustus eine 600 Mann starke Feuerwehr, die ausschließlich aus Sklaven bestand. Wenig später wandelte der Kaiser das kaum ausgebildete Sklavenkollektiv in eine militärisch organisierte Feuerschutztruppe um: 3500 frei gelassene Sklaven sorgten künftig dafür, dass Feuer gelöscht und Brandstiftern das Handwerk gelegt werden konnte.

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Kerze unter Glas
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